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kaernten

Kärnten-Tour -
vom 12. bis 19. Juni 2010

(notiert von Harald R.)

Die Tourteilnehmer/innen

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Hotel Thomashof in
Mühlbach im Rosental

http://www.thomashof.at

und ihre Moppeds:

Pertti Raunto,

KTM 990 Adventure

Jens Leese mit Gisela,

BMW K 1100 (Gespann)

Britta Hamann,

Kawasaki Versys

Thomas Kupser,

Honda Africa Twin

Volkhard Walkling,

Suzuki V-Strom 650L

Marion Janzhoff,

Honda Varadero

Wilfried Dräger,

BMW R 1100 RT

Hartmut Dreschhoff,

BMW R 1200 ST

Andreas Schuett,

BMW R 1150 R

Horst Krause mit Edda,

Honda Goldwing 1800

Michael Tönnes,

BMW R 1150 R

Harald Reinhard,

BMW R 1150 RS

Jens Kolbe,

Yamaha XJR 1300



Wie schon in der Vergangenheit, begannen die Vorbereitungen für diese Tour bereits im Winter. Volkhard, Marion und Michael hatten es übernommen, die gemeinsamen Tage zu planen. Die Entscheidung, dass es in diesem Jahr nach Kärnten gehen sollte, war schon relativ früh gefallen. Zunächst hatten sich 14 TeilnehmerInnen angemeldet, worunter der Tagebuchführer nicht war. Es sah lange danach aus, dass meine Teilnahme nicht möglich sein würde. Nachdem kurzfristig zwei Teilnehmer absagen mussten, konnte ich doch noch, ganz kurz entschlossen, auf „den Zug aufspringen“. Ich bin froh, dass das noch möglich war, denn soviel kann schon vorab festgestellt werden: Alle TeilnehmerInnen waren sich einig: Es war wieder einmal eine super Tour, mit allem was dazu gehört. Geselligkeit, Kurven ohne Ende, Temperaturen die einen gehörig ins Schwitzen brachten und Regen in ausreichendem Maß.

Die Touren vor Ort waren gut ausgewählt und hatten für jede/n das für ihn/sie richtige Format.

Mein folgender Bericht erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vor allem deshalb nicht, weil wir die Touren nicht immer oder nicht immer ganztägig in der gesamten Gruppe fahren. Generell sollen unsere Tourwochen sowohl das Gruppengefühl stärken als auch dem individuellen Mopped-Fahr-Erlebnis-und-sonstige-Gefühl Rechnung tragen. Das beschriebene gilt im Prinzip jeweils mehr oder weniger für die Gesamtgruppe, auch wenn ich die Touren, die ich selbst gefahren bin logischerweise näher beschreibe. Zu den Vor-Ort-Touren vereinigten sich Kleingruppen, je nach Interesse am Ziel, am gemeinsamen Fahrstil oder weil man einfach einmal in dieser Gruppenkonstellation fahren wollte. Jens L. war mit seinem Gespann dabei. Er und Gisela planten ihre Touren verständlicherweise separat. Dennoch kam es bei den Touren auch immer wieder zu Begegnungen.

Das Ganze begann am Abend des 11. Juni. Wir trafen uns um 20 Uhr am Verladebahnhof HH-Altona, um über Nacht mit dem Autozug nach München-Ost gebracht zu werden. Diese erste Strecke wollten wir entspannt zurück legen und mit den Moppeds nicht hunderte von Kilometern über die Autobahn düsen. Horst hatte es vorgezogen, seine Goldwing auf den Trailer zu stellen und mit dem Auto nach Kärnten zu fahren. Ihn und Edda haben wir erst am Zielort getroffen.

Schon die Anfahrt nach Altona brachte die ersten Regenerfahrungen dieser Tour. Leider mussten wir auch noch länger als geplant auf die Verladung warten, hatten sich doch irgendwelche Leute auf der Bahnstrecke auf den Gleisen aufgehalten. Dies verzögerte die Ankunft und Abfahrt verschiedener Züge, auch die unseres Zuges.

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Aber wie immer im Leben: Irgendwann war es so weit. Die Moppeds wurden auf die Wagen verbracht, fest verzurrt und wir konnten endlich die reservierten Abteile belegen. Traditionell steht auf der ersten Fahrtstrecke erst einmal eine zünftige Brotzeit (wie die Bayern sagen) an. Jeder trug etwas zur „Tafel“ bei, wobei in unserem Abteil (Jens, Gisela, Michael und ich selbst) vor allem Michaels Maria sowie Gisela für einen kulinarischen Höhepunkt gesorgt hatten.

So gestärkt wurden gegen Mitternacht die Betten hergerichtet und jede/r versuchte ein „paar Mützen“ Schlaf zu bekommen. Seltsamerweise war die Nacht relativ unruhig. Zudem glänzte die DB durch eingeschränkten Service. Sowohl in dem Wagen, in welchem wir uns befanden als auch im angrenzenden Wagen war jeweils eine Toilette defekt. Der Andrang auf die verbleibenden zwei Toiletten war entsprechend groß.

6:30 am Sonnabend: Die DB-Mannschaft versucht die Reisenden dezent zu wecken. Einige waren schon wach, andere kamen langsam im Tag an. Die Lautsprecherstimme verkündete, dass wir 1 ½ Stunden Verspätung haben, da der Zug wegen starker Orkanböen im Osten der Republik umgeleitet werden musste. Beim Blick durchs Fenster konnten wir feststellen, dass wir gerade durch das Altmühltal fuhren. Doch der Lokführer hatte wohl ein lockeres Händchen an seinem Geschwindigkeitsregler, denn er holte auf der Strecke 30 Minuten wieder ein, so dass wir letztlich um 8:30 in München-Ost ankamen. Zuvor wurde uns das berühmte DB-Frühstück serviert und danach galt es, alle unsere Utensilien zusammenzupacken, um nach der Ankunft in Ruhe aussteigen zu können.

Der erste Tag - die Anreise

Sonnabend, 12. Juni

Zunächst fuhren wir gemeinsam nach Holzkirchen, um in einem dortigen Bistro das von Marion vorbestellte Frühstück zu uns zu nehmen. Die Anreise nach Holzkirchen gestaltete sich problemlos und das anschließende, mediterrane Frühstück ließen wir uns genüsslich schmecken.

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Nach dieser Stärkung ging es in zwei Gruppen in Richtung Süden. Die geplanten Routen waren relativ identisch. Jens L. schloss sich der zweiten Gruppe an.

Unter der Führung von Michael starteten wir und machten uns auf den Weg. Wir, das waren noch Wilfried, Andreas und ich selbst.

Zunächst ging es zurück auf die A8 in Richtung Salzburg. An der Ausfahrt Siegsdorf verließen wir die Autobahn, um über Lofer nach Saalfelden zu gelangen, wo der erste Tank-Stopp eingelegt wurde. Weiter ging es über den Dientener-Sattel, am Hochkönig entlang, vorbei an Bischofshofen, hinüber nach Radstadt und hinein in die Radstädter Tauern. Eine erholsame Pause legten wir in Obertauern ein. Die ersten genialen Kurven lagen hinter uns und wir hatten alle das Gefühl, dass Mensch und Mopped tourengeeignet und gut vorbereitet sind.

Der B 99 und B 95 folgend erreichten wir Tamsweg, von dort ging es weiter nach Steindorf. Hier verließen wir die B 95. Auf einer Super-Nebenstrecke ging es über Flattnitz nach Klein-Glödnitz. Entgegen der angekündigten schlechten Witterung war es schon den ganzen Tag sehr schwül. Also gönnten wir uns eine weitere Verschnaufpause im Schatten an einem idyllischen kleinen Bach. Die Weiterfahrt brachte uns auf die B 93, der wir bis Feldkirchen folgten.

Wechsel auf die B 94 in Richtung Velden, links grüßte uns der Wörthersee. Velden konnten wir umfahren, um dann über Rosegg nach Mühlbach im Rosental, unserem Standort für die kommende Woche, zu gelangen.

Die ersten 422 von insgesamt 2525 km unserer Kärntenreise lagen hinter uns. Die schwülen Temperaturen unterwegs nahmen wir gerne in Kauf, wurden wir doch schon am ersten Tag mit satten Kurven belohnt und auf die vor uns liegende Woche eingestimmt.

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Horst und Edda waren bereits in unserem Hotel Thomashof angekommen. Kurze Zeit nach uns traf auch die zweite Gruppe ein, die ihren Weg über die Turracher Höhe genommen hatte.

Wir bezogen unsere Zimmer, nahmen eine Dusche und konnten anschließend das erste Abendessen genießen. Den ersten Tag ließen wir in gemütlicher Runde auf der Terrasse ausklingen.

Nun war nur noch abzuwarten, ob uns die Hotelbetten eine entspannte Nachtruhe bescheren würden. Der erste Eindruck von Hotel, Zimmer und allem Drumherum war jedenfalls sehr gut.

Der zweite Tag

Sonntag, 13. Juni

Die Richtung war klar: Es sollte über den Wurzenpass nach Slowenien gehen. Wir (Michael und ich) hatten vereinbart, dass wir zunächst mit der Gesamtgruppe fahren, um uns vielleicht nach der ersten Pause zu separieren. Nach 20 Min. kam diese erste Pause, weil noch getankt werden musste. Kurzentschlossen machten wir uns ab hier selbständig und Jens K. schloss sich uns an.

Jens L. hatte für sich und sein Gespann eine separate Route, mit anderen Zielen vorgesehen.

Die Wurzenpassauf- und abfahrt brachte schon erste Möglichkeiten, das Mopped in die richtige Schräglage zu bringen. Auf slowenischer Seite ging es über die Smaragdstraße zum 1611m hohen Vrsic. Vor der Passerklimmung trafen wir auf unsere Gruppe, die zu einer Rast angehalten hatte. Der folgende Passaufstieg stellte erste besondere Anforderungen ans Fahren, waren doch einige Spitzkehren zu bewältigen, die allesamt mit Pflastersteinen belegt waren. Bis zur Kehre Asphalt und in der Kehre Pflastersteine. Die Strecke wünscht man sich nicht unbedingt bergab und bei Regen fahren zu müssen. Die landschaftlichen Aus- und Ansichten in diesem Teil der Julischen Alpen waren schon sehr beeindruckend. Nach der Passüberquerung legten wir eine kurze Pause ein, währenddessen sich unsere zweite Gruppe auch einfand.

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Die Weiterfahrt bescherte uns Dreien ein abwechslungsreiches und zum Teil anspruchsvolles Fahren. Wir wollten auf den Mangartska, eine Bergspitze, zu der nur eine Straße hinauf und wieder zurück führt. Wir hofften, dort eine Kaffeepause einlegen zu können. Abgesehen davon, dass es auf der Bergspitze keine Hütte und somit auch keinen Kaffee gibt (wie wir später erfuhren), war uns die Fahrt bis zum Ende der Bergstraße verwehrt. Rollsplitt, Geröll und Schneereste auf der Straße machten die Fahrt erst einmal spannend und man musste schon sehr genau aufpassen, wohin man sein Mopped lenkte.

Dass die verschiedenen kleinen Tunnel auf diesen Strecken „naturbelassen“ sind, weiß jeder, der schon in den Bergen gefahren ist. „Naturbelassen“ bedeutet: Ohne Beleuchtung, nass und ggf. steinig. Aber derartige Strecken sind es u.a. ja, die zur Planung gerade solcher Touren reizen. Auf halber Höhe war Endstation. Die Tunneleinfahrt war durch Schneemassen blockiert. Es ging nicht weiter. Eine kurze Rast mit dem Wahrnehmen der grandiosen Landschaft entschädigte für die versperrte Weiterfahrt. Neben der Straße ging es mehrere hundert Meter steil bergab. Von einer kleinen Ausbuchtung starteten mutige Drachenflieger, indem sie einfach den Schritt ins Leere wagten!

Die Abfahrt erforderte, wie die Auffahrt, höchste Konzentration. Das nächste Ziel war klar: Ein Cafe (oder zumindest etwas, wo man einen Kaffee bekommt). Zurück auf der Hauptstraße, rechts abgebogen und siehe da, Italien grüßte uns. Kurz nach der Grenze die ersehnte Lokalität, eine Alberga. Und zum dritten Mal an diesem Tag trafen wir unsere Gruppe wieder. Auch sie war hier eingekehrt und schon dabei, Kaffee, Cappuccino oder was auch immer zu genießen. Wir ließen uns zum Cappuccino einen Topfenstrudel schmecken. Dass der Topfenstrudel eine österreichische Spezialität ist, spielte bei der Drei-Länder-Fahrt an diesem Tag keine Rolle.

Die Weiterfahrt führte über herrliche Anhöhen, Pässe und durch interessante Täler. Über den Sella Nevea ging es in Richtung Chiusaforte, von da über Pontebba zum Nassfeldpass und weiter nach Hermagor – und damit waren wir wieder in Austria. Von hier ging es nun auf dem kürzesten Weg (zum Teil Autobahn) Richtung Osten, über Villach nach Mühlbach.

Am Abend noch Deutschland – Australien (4:0) ansehen (WM) und ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

Tourdaten:

Abfahrt um 9:30 Rückkehr um 17:00 gef. Km: 260

Der dritte Tag

Montag, 14. Juni

Der erste Tag mit einem personalen Höhepunkt: Britta feierte ihren Geburtstag! Ein gemeinsames Kaffeetrinken wurde für den späteren Nachmittag vereinbart.

Ziel der Tagestour: Die Nockalmstraße und das Maltatal. Die Großgruppe startete kurz vor uns (wie immer Michael und Harald). Jens und Gisela hatten sich eine Slowenientour vorgenommen. Wir beide fuhren zunächst nach Villach, weil Michael den Jahresumsatz von Louis noch ankurbeln wollte. Anschließend deckten wir unseren Tages-Getränkebedarf in einem Billa-Laden. Die Fahrt begann bei schönem Wetter, um mit zunehmender Dauer feucht zu werden. Auf der gesamten Nockalmstrecke begleitete uns -zum Teil heftiger- Dauerregen. Auf der Passhöhe wurde dennoch eine Pause eingelegt. In Ruhe einen Cappuccino in der warmen Stube genießen. Plausch mit drei Bikern aus Dingolfing und traditioneller Einkauf eines T-Shirts mit (Nockalm) Aufdruck. Fertig machen zur Weiterfahrt. Beim Verlassen der Hütte kommen uns zwei Mann entgegen mit einem herzlichen „moin-moin“-Gruß. Zwei Biker aus Pinneberg – ja, ja, so klein ist die Welt.

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Weiter geht es im Regen, Die Nockalm abwärts. Über die Porschestadt Gemünd hinein ins Maltatal, um hinauf zur Kölbreinsperre zu fahren. Zuvor trafen wir wieder einmal den Rest unserer Gruppe, die gerade zu einer Kaffeepause einkehren wollte. Doch sollte sich das Servieren in die Länge ziehen, weil zuvor eine Reisegruppe (Bus) die gleiche Idee hatte. Also zogen es unsere Kolleginnen und Kollegen vor, nach einer anderen Lokalität Ausschau zu halten.

Oben angekommen wurden wir sowohl mit interessanten Ausblicken als auch mit freundlichem Wetter belohnt. Die Talsperre selbst war erstaunlicherweise nur etwa bis zur halben Höhe gefüllt. Ein „Spaziergang“ über die Staumauer zur Aussichtsplattform. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, wird dort ein Problem bekommen. Der Boden besteht aus Gittern, so dass man hindurch sehen kann, 190 m in die Tiefe. Die Verbindung der beiden Außenseiten besteht aus Glasplatten, über die man von einer Seite zur anderen geht. Man braucht schon ein großes Vertrauen in die Technik, um sich auf diesem „Gerüst“ unbeschwert zu bewegen.

Aufgrund der scheinenden Sonne konnten wir den Aufenthalt über und neben der Talsperre in aller Ruhe genießen. Danach ging es wieder über die bikerlike-Strecke hinab ins Tal. Kurven und Kehren erfreuten das Herz. Die Strecke war so richtig nach unserem Geschmack, zumal das Wetter sich beruhigt hatte, das heißt, auch im Tal kein Regen mehr.

Nach Gemünd wollten wir über eine Nebenstrecke weiter fahren. Doch nach kurzer Zeit erwartete uns eine wenig ansprechende Strecke. Auf einer Länge von 5 km war die Straße mit Rollsplitt belegt, wahrlich kein Fahrvergnügen. In Seeboden entschieden wir deshalb, auf dem kürzesten Weg nach Mühlbach zurück zu fahren. Denn dort erwartete uns ja der Geburtstagskuchen.

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In gemütlicher Runde waren alle versammelt, um gemeinsam Brittas Ehrentag zu feiern.

Wie man auf dem Bild erkennt, hatte sich das Wetter auch wieder beruhigt, wir konnten sogar auf der Terrasse sitzen.

Tourdaten:

Abfahrt um 9:15 Rückkehr um 16:45 gef. Km: 262

Der vierte Tag

Dienstag, 15. Juni

Die zweite Tour nach Slowenien war angesagt. Zunächst ging es gemeinsam hinauf zum Loiblpass. Nach kurzer Rast vor der Tunneleinfahrt trennten sich Jens und Gisela, um mit ihrem Gespann eine andere Wegstrecke zu nutzen. Der Rest fuhr weiter, über Nebenstraßen und -sträßchen. Über Trzic nach Lesce, wo eine erste größere Pause in einem Eiscafe (außer Eis gab es natürlich auch Kaffee und/oder Cappuccino) eingelegt wurde. Danach ging es weiter nach, bzw. durch Bled, über zum Teil kleinste Seitensträßchen und quer über Bauernhöfe in Richtung Bohinjska Bistrica. Wir beide (Michael, Harald) wollten zügig fahren und trennten uns deshalb wieder einmal von der Gruppe. Nachdem wir bisher unserem Tourguide Volkhard gefolgt waren, mussten wir uns auf der Karte erst einmal orientieren, um festzustellen, wo wir uns befanden.

Die Orientierung hatten wir schnell und genau so schnell war unsere weitere Wegeplanung geklärt. Durch tolle kurvige Täler ging es dem nächsten Zwischenziel Tolmin entgegen. Von da, weiter nach Kobarid und kurz danach Stopp zu einer ausgiebigen Pause, dazu lud ein Strandcafe an einem schönen Gewässer ein.

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Frisch gestärkt und mit neuer Energie ging es weiter, über Bovec zum Predelu-Pass und kurz danach hatte uns Italien wieder. Die Entscheidung, über den Predelu-Pass zu fahren, mussten wir kurz nach Bovec treffen. Die Alternative hieß: Zurück über die schon am Sonntag befahrene Smaragdstraße und den Wurzenpass. Die Berge vor uns waren Wolkenverhangen und wir mussten damit rechnen, dass Regen aufkommt. Deshalb entschieden wir uns gegen die Smaragdstraße, denn wie bekannt sind die Kurven über den Vrsic-Pass mit Kopfsteinpflaster belegt.

Diese Strecke möglicherweise im Regen fahren zu müssen wollten wir uns dann doch nicht antun. So ging es zunächst weiter in Richtung Tarvisio. Wie zu befürchten war, begann es auf halber Strecke zu regnen. Anhalten, Regenklamotten anziehen und weiter ging es. Nachdem wir uns gegen die Smaragdstraße entschieden hatten, sah die Planung vor, nochmals durch das Rio del Lago Tal und über Chiusaforte zu fahren, um anschließend die Fahrt über den Nassfeldpass fortzuführen. Aufgrund des Regens entschlossen wir uns in Tarvisio, den kürzesten Weg zurück zu nehmen, welcher in Österreich über ein ganzes Stück Autobahn führte.

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Der fünfte Tag

Mittwoch, 16. Juni

Die ganze Nacht war Regen niedergegangen. Unaufhörlich war das Plätschern der Dachrinne am Nachbargebäude zu hören. Der Morgen in Grau, die Berge in Wolken gehüllt. Was soll man mit einem Tag anfangen, der nach einer nassen Nacht so grau in grau beginnt?

Das Gros der Gruppe konnte sich (noch) nicht entscheiden. Michael und ich beschlossen: Wir fahren. Zielrichtung Slowenien, mit der Hoffnung, dass das Wetter dort besser ist. Und, das sei an dieser Stelle auch einmal gesagt, um den österreichischen Lieblingsverkehrsschildern (Bild oben rechts) zu entkommen. Der Aufenthalt in Kärnten wurde durch diese Schilder doch immer wieder getrübt. Es war in der Regel nicht nachvollziehbar, warum diese Begrenzung auf dieser Strecke angeordnet ist. Der Verdacht, dass dies zur Abzocke der Touristen eingerichtet wurde, lag an der einen oder anderen Stelle ziemlich nahe. Häufig lag zwischen dem Ende und nächsten Beginn der Begrenzung nicht einmal ein Kilometer. Auch deshalb führte uns unsere Tagestour in dieser Woche vier Mal hinüber nach Slowenien. Auf relativ guten Straßen und ohne derartige Beschränkung konnte man dort das Moppedfahren genießen. Wenn in Slowenien eine Geschwindigkeitsbegrenzung angezeigt war, dann konnte man sich darauf verlassen, dass eine Gefahrenstelle bevorstand. Es fiel dann auch nicht schwer, sich an die angezeigte Begrenzung zu halten.

Nach der gedanklichen Exkursion nun zurück zur Tour. Tiefhängende Wolken in den Bergen vor uns deuteten auf Regen hin. Doch auf dem Loibl-Pass kein Regen. Das war ja immerhin ein positives Zeichen. Nach der Tunneldurchfahrt rechts auf den Parkplatz, eine kurze Rast mit Bummel durch den früheren Duty-free-Shop, heute ein normaler Souvenirladen. Eine Folge des Beitritt Sloweniens zum Schengener Abkommen. Das, sei am Rande vermerkt, ist eine wirklich gute europäische Errungenschaft. Grenzüberschreitungen ohne Kontrolle, keine Grenzposten mehr, die ehemaligen Grenzstationen, so sie noch nicht abgerissen sind, harren der Dinge die da kommen. Dreiländertouren ohne Vorzeigen von Papieren, ohne Schlagbaum – einfach fahren! Europa sei dank!

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Die slowenische Seite war wesentlich weniger Wolkenverhangen. Die Wolken, die wir sehen konnten, waren weiter im Süden. So hatten wir die Hoffnung, vielleicht verschont zu bleiben. Nach der Rast den Pass hinunter nach Trzic. Und diesesmal nicht nach links abgebogen, wie bei der Tour am Sonntag, sondern nach rechts und über schöne Seitenstraßen nach Naklo. Zunächst wollten wir der Karte folgend eine kleine Straße nehmen, die sich zunehmend als gemeiner Waldweg entpuppte. Also, umdrehen und die Strecke zurück. Nach kurzer Unterhaltung mit Dorfbewohnern (mit Händen und Füßen) wurde uns klar, dass wir zunächst doch die Hauptstraße nehmen mussten. In Britof auf die Staatsstraße 210 in Richtung Seeberg-Sattel.

Dieser Weg führte uns durch ein ca. 10 km langes, wildromantisches, landschaftlich grandioses und traumhaft kurvenreiches Tal nach Jezersko, dort gönnten wir uns einen Kaffee sowie eine slowenische Spezialität (Süßspeise), deren Namen wir trotz Nachfragens nicht verstanden haben – aber: Sie war einfach lecker! Genießen konnten wir das Ganze auf der Terrasse eines ansprechenden Hotels. Bei der Weiterfahrt entschieden wir uns, die Regenklamotten anzuziehen, denn wieder einmal waren die vor uns liegenden Berge in Richtung Österreich wolkenverhangen. Und dann ging es hinauf zum Seeberg-Sattel. Wir hatten gerade die Grenze passiert, begrüßte uns auch schon der Regen – und das wieder ziemlich heftig. Nachdem der gesamte Vormittag und auch der frühe Nachmittag in Slowenien trocken waren, zeigte uns der für die Öschis zuständige Wettermacher, was er von uns und unserem Aufenthalt hielt. Wir ließen uns jedoch nicht abschrecken und beschlossen, nach einer zwar nassen aber dennoch schönen Passüberquerung, nicht direkt ins Hotel zurück zu fahren. Im Tal angekommen bogen wir rechts ab und fuhren über Völkermarkt vorbei an der Burg Hochosterwitz nach St. Veit an der Glan.

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Hier setzten wir uns auf dem Marktplatz unter eine regendichte Markise eines Cafes und genossen die Atmosphäre „unterm Regenschirm“. Zuvor hatten wir uns den bekannten Innenhof des Rathauses angesehen (Bild oben), welches in einem ehemaligen Patrizierhaus untergebracht ist. Die Architektur lässt den Reichtum dessen erahnen, der einstens dieses Bauwerk erstellen ließ. Die Glas-Überdeckung wurde vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt. Heute bietet dieser Innenhof mit seinen Arkadengängen eine beeindruckende Kulisse.

Es blieb wieder einmal die Feststellung, dass man auch bei Regenwetter schöne Touren unternehmen kann.

Am Abend wurde im Hotel, auf Einladung des Inhabers, ein Preisschießen mit Luftgewehr auf eine 100 mm Scheibe durchgeführt, ein Teil der sogenannten Hotel-Olympiade. Da konnten die ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr einmal so richtig zeigen, was sie drauf haben. Allerdings konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es doch ganz gut ist, nicht in Situationen verwickelt zu werden, bei welchen unser Land auf die Treffsicherheit seiner Streitkräfteangehörigen angewiesen ist. Aber ansonsten war es eine schöne Abwechslung und für manchen ehemaligen Kriegsdienstverweigerer, wie mich z. B., eine nicht nur angenehme Erfahrung.

Tourdaten:

Abfahrt um 10:00 Rückkehr um 17:00 gef. Km: 232

Der sechste Tag

Donnerstag, 17. Juni

Die Großglockner-Tour ist angesagt. In gewohnter Weise machen sich zwei Gruppen auf die Tour. Ohne Absprache, sich an einem bestimmten Ort zu treffen, ergab es sich bisher, dass man sich während des Tages durchaus immer wieder begegnete.

Jens und Gisela (im Gespann) verabredeten sich mit Bekannten aus der Heimat, die zeitgleich am Wörthersee urlaubten und ihre Moppeds dabei hatten. Auch sie wollten zum Großglockner. Zeitversetzt starteten die beiden Gruppen, zunächst die Hauptgruppe und etwa 15 Minuten später die zweite Gruppe, bestehend aus Michael, Jens K. und mir selbst. Die Tour wurde mit Spannung erwartet, war sie doch an den beiden An- bzw. Abreisetagen nicht in die Planung einzubeziehen. Am ersten Wochenende fand am Großglockner erstmals ein Welt-Vespa-Treffen und am zweiten Wochenende ein Radrennen statt. Beides wollten wir uns nicht antun, zumal damit zu rechnen war, dass das genüssliche Fahren durch Sperrungen und/oder die vielen begeisterten Zuschauer erschwert würde. Also war die Tour während der Woche vorgesehen und heute war es so weit.

Um erst einmal ein Stück vorwärts zu kommen, fuhren wir bis Spittal über die Autobahn. Von dort ging es über die gut ausgebaute B 100 durch das anschauliche Drau-Tal in Richtung Lienz. In Berg an der Drau gab es einen Tankstopp, ehe es weiterging. Jens und Gisela samt Bekannten waren währenddessen an uns vorbei gekommen.

Nach einigen Kilometern traf man sich wieder (sie hatten eine „Shopping-Pause“ eingelegt). Ein kurzer Plausch und dann ging es weiter. Kurz vor Lienz hieß es rechts abbiegen auf die B 107 in Richtung Norden. Nach wenigen Kilometern begegnen wir unserer Hauptgruppe, die gerade im Begriff ist, zur ersten Pause einzukehren.

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Es geht weiter und nach kurzer Zeit vor uns das weltbekannte, weil auf vielen Postern verewigte, Panorama von Heiligenblut. Weiter führt uns die kurvenreiche Straße hinauf zur Mautstation. Wir drei verabreden, dass wir unabhängig voneinander den Pass überqueren und uns auf der anderen Seite des Berges vor der Mautstelle wieder treffen. Diese Verabredung machte das unabhängige Befahren der Strecke möglich.

Nach der Passhöhe und der Durchquerung des zweiten Tunnels trafen wir uns bereits an einer Baustellenampel wieder. Nach der genüsslichen Bergauffahrt folgte nun die Abfahrt zur anderen Mautstelle. Schon bei der Abfahrt wurde klar, dass bei der Rückfahrt der eine oder andere Fotostopp angesagt ist. Deshalb wurde an der Talstation verabredet, dass wir uns auf der Edelweißspitze wieder treffen. Und nun, das Ganze zurück. Die Kurven wieder hinauf, mit verschiedenen Stopps an Stellen, die schon zum Halten ausgebaut waren, weil wir nicht die ersten waren, die hier ihre Fotos schießen wollten. Wer sich an der Bergwelt ergötzen kann, kam auf seine Kosten. Und dann trafen wir uns auf der Edelweißspitze. Puh, was war das frisch.

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Ein heftiger Wind wehte uns um die Ohren. Und auf der gegenüberliegenden Seite war zu beobachten, wie die zuvor sonnenbestrahlten Schneefelder nach und nach in den Wolken verschwanden. Hinein in die Edelweißhütte und erst einmal wieder einen Cappuccino mit einem Apfelstrudel bestellt. Etwas im Souvenirladen gestöbert, ein Poloshirt mit Aufdruck gekauft, und fertig machen für die Weiterfahrt.

Welche Überraschung beim Verlassen der Edelweißhütte:

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Es regnete wieder einmal! Nächste Vereinbarung: Treffpunkt Franz-Josefs-Höhe. Letzte Tunneleinfahrt – was ist da los? Ist mein Visier beschlagen? Nein – am Tunnelende grüßt der Nebel oder besser gesagt, grüßen die Wolken. Heraus aus dem Tunnel und hinein in die Wolken. Puh – das war doch recht unangenehm. Kaum etwas zu sehen, vorsichtiges herantasten an die Kurven. Nach der vierten Kehre heraus aus den Wolken, zwar noch immer Regen – aber „klare“ Sicht.

Hinab zum Kreisel und abbiegen zur Franz-Josefs-Höhe. Auf dem Plateau war relativ schönes Wetter, Sonne und zunächst wenig Wolken. Dazu herrschte reger Touristenbetrieb und nicht wenige waren mit ihren Moppeds gekommen. Und wie immer -ohne Absprache- begegneten wir unserer ersten Gruppe. Jens wollte die Rückfahrt mit der Gesamtgruppe bestreiten. So machten sich Michael und ich allein auf den gemeinsamen Rückweg. Bei der Abfahrt warteten zwei Wasserfall-Fotomotive auf uns, die wir nutzen wollten - und das auch taten. Beim zweiten Fotostopp stellte sich die Frage, ob die Tropfen auf dem Mopped vom Wasserfall verursacht werden oder wieder Regen einsetzt. Leider war letzteres der Fall. Hinab nach Heiligenblut fuhren wir schon im Regen. Je weiter wir kamen, umso heftiger kamen die Wassermassen von oben.

Für die Rückfahrt hatten wir nochmals eine schöne Strecke ausgewählt. Über Oberdrauburg, Kötschach und Hermargor sollte es zurück gehen. Zuvor mussten wir die Fahrt ob des heftigen Regens in Winklern unterbrechen. In einem netten Bistro warteten wir auf das Nachlassen des Regens. Inzwischen „überfluteten“ wir den Gastraum durch das von uns, unseren Helmen und Tankrucksäcken tropfende Regenwasser. Nach einiger Zeit ließ der Regen an Intensität nach. So konnten wir die Fahrt im nicht mehr ganz so heftigen Regen fortsetzen. Nach Oberdrauburg wartete der Gailberg-Sattel auf uns, der uns noch einmal eine schwungvolle Regen-Kurvenfahrt bescherte. Danach ließ der Regen nach und vereinzelt wagte sich ein Sonnenstrahl durch die Wolken. Hoffnung keimte auf, dass die Klamotten durch den Fahrtwind trocknen könnten. Bei Arnoldstein sind wir für den Rest der Strecke wieder auf die Autobahn. Und dort zeigte uns der Öschi-Regen nochmals, was er so drauf hat.

In Mühlbach angekommen stellten wir fest, dass ein eigentlich interessanter Tag mit seinem ständigen Öffnen der Schleusen auch nerven kann. Die Laune war an einem Tiefpunkt angekommen. Dabei hatten wir uns doch für Kärnten entschieden, weil hier die Sonne immer scheinen soll. Schließlich lautet die Werbung doch: „Sonnenland Kärnten“. Nun denn, wir haben wenig von Kärntens Sonne gesehen. Nach diesem Tag „dampfte“ der Trockenraum des Hotels so richtig. Schön, dass es diesen Raum gab. Unter dem Aspekt „Bikertour“ war der Tag dennoch positiv zu verzeichnen. Zweimal den Großglockner an einem Tag, wenn auch 1/4 der Strecke im Regen, das ist schon erwähnens- und erinnerungswert. Den Rest vergessen wir schnell.

Tourdaten:

Abfahrt um 9:15 Rückkehr um 18:30 gef. Km: 414

Der siebente Tag

Freitag, 18. Juni

Heute feiert Marion ihren Geburtstag. Schon zum Frühstück wurden die Gratulationen und Glückwünsche ausgesprochen. Im Blick auf die Tagesplanung gab es zu diesem Tag unterschiedliche Interessen. Deutschland spielt am Nachmittag bei der WM gegen Serbien. Das bedeutete: Individuelle Tourenplanungen. Wilfried entscheidet sich für eine Allein-Tour „Rund um die Kärntner Seen“. Auch Jens möchte einen Tag allein genießen.

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Das inzwischen bekannte Duo (Michael und ich) machte sich auf zur vierten Slowenientour: Erneut geht es über den Loibl-Pass. Ziel ist die schöne Kurstadt Bled. Dort angekommen machen wir es uns auf der See-Terrasse eines Restaurants gemütlich. Idyllisch liegt der Ort am und um den See, Postkartenansichten wohin man blickt.

Auf dem Weg nach Bled passierten wir eine Umleitung, für die wir im Nachhinein dankbar waren. Die kleine Nebenstraße durch ein Waldstück wurde zum Sträßchen, führte schließlich über eine schmale Brücke, die gerade einmal so breit war, dass sie ein kleiner Fiat überqueren konnte. Die Brücke selbst überspannte einen Fluss in romantischer Landschaft, eine Idylle, in die man nur durch Zufall gerät.

Nach einer ausgiebigen Rast am See ging es weiter, das heißt, zurück zum Hotel, weil auch wir das WM-Spiel sehen wollten. Eine landschaftlich reizvolle Strecke in Richtung Wurzenpass lag vor uns. Ausnahme, die Durchfahrt durch Jesenice. Eine unansehnliche Stadt mit schmuddeligen Hochhäusern und einem Bahnhof grau in grau. Nun gut, in Deutschland gibt es so etwas wahrscheinlich auch noch. Doch die erwähnte wunderbare Landschaft auf dem Weg zum Wurzenpass entschädigte uns und ließ uns den Tag genießen.

Kurz vor unserem Ziel Mühlbach, wurden wir zu einer Zwangspause verdonnert. Grenzübergreifend fand eine Radrundfahrt, mit einem großen Pulk professionell aussehender Radler statt. Von der vorausfahrenden Polizei (stehend auf einer BMW) wurden wir zur Seite dirigiert und mussten hier warten, bis das gesamte Feld an uns vorbei war. Das „Feld“ bestand aus einer Menge vorausfahrender Begleitfahrzeuge, einem Pulk von Radlern und einem noch größeren Tross von nachfolgenden Begleitfahrzeugen. Erst als alle vorüber waren, konnten wir unsere Fahrt fortsetzen, um knapp nach Spielbeginn im Hotel zu sein. Deutschland verlor – da wären wir besser weiter Mopped gefahren. Nun denn, es ging in Südafrika ja dann noch ganz gut weiter.

Nach dem Spiel machten wir uns nochmals auf den Weg nach Villach. Michael wollte im Blick auf den angekündigten Regen für den Folgetag bei Louis noch etwas Geld in Umlauf bringen. Auf den Regen brauchten wir allerdings nicht bis zum nächsten Tag zu warten, denn beim Verlassen des Ladens kam der Segen wieder von oben. Auf kürzestem Weg ging es zurück nach Mühlbach, duschen und danach zum Abschluss-Diner. Unsere Gastgeber hatten sich sehr bemüht, um uns ein Essen zu servieren, das uns in Erinnerung bleiben sollte. Zum krönenden Schluss wurde der Nachtisch für das Geburtstagskind auch noch mit einer sprühenden Leuchtfontäne serviert.

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Im Bewusstsein, dass wir trotz zum Teil heftigen Regens, eine interessante, abwechslungsreiche und kurvige Woche erlebt hatten, konnten wir den Abend in gemütlicher Runde ausklingen lassen.

Tourdaten:

Abfahrt am Vormittag um 9:15,

Rückkehr nachmittags um 13:45, gef. Km. 167

Abfahrt nach Villach um 16:00,

Rückkehr ins Hotel um 17:30, gef. Km. 39

Der letzte Tag

Sonnabend, 19. Juni

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Wie schon bei der Anreise, bildeten sich auch für die Rückreise zwei Gruppen. Die Gruppe mit Michael, Andreas, Hartmut, Wilfried und Harald wollte, sofern das Wetter mitspielte, den Tag noch für eine weitere Passfahrt nutzen. Der Gerlos-Pass lag zu verlockend auf der Strecke. Schon früh konnte man die Unruhe im Haus spüren. Koffer wurden zu den Moppeds geschleppt und dort entsprechend verankert. Nach dem Frühstück traf man sich zum obligatorischen Abschiedsbild (siehe am Anfang des Berichtes). Horst hatte seine Goldwing auf dem Anhänger verstaut und war abfahrbereit, wie wir mit den Moppeds. Thomas war wohl noch auf der Suche nach seiner Hose, anders ließ sich sein Versuch, das Mopped zu besteigen nicht erklären. Zum Glück hatten seine kognitiven Fähigkeiten durch den Regen keinen Schaden gelitten, so dass er sich letztlich für die Rück-Tour doch noch adäquat kleidete. Das Bild kann auch deutlich machen, dass die Stimmung in dieser Woche stimmte.

Beim Frühstück wurde von den Wetter-Spezialisten kolportiert, dass an diesem Sonnabend „ganz Österreich unter Wasser stehen“ würde. Entsprechend war zunächst einmal die Stimmung für den Tag. Wir, das heißt die Gruppe zum Gerlos-Pass, ließen uns nicht entmutigen und beschlossen, erst einmal bis Spittal die Autobahn zu nehmen, um dann nach Wetterlage zu entscheiden, welche Richtung wir einschlagen. Das Wetter war gut! Also runter von der Autobahn und wieder über die B 100 durch das Drau-Tal nach Lienz und danach über die B 108 Richtung Gerlos. In St. Johann (Osttirol) legten wir die erste Pause ein, gönnten uns einen Kaffee, bzw. Cappuccino und besprachen die Weiterfahrt. Es war zwar wolkig, aber trocken. Inzwischen wagten sich sogar ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken.

Entsprechend gut gelaunt und frisch gestärkt starteten wir zur Weiterfahrt. Unmittelbar vor der Mautstelle des Felbertauerntunnels nochmals anhalten und nun doch die Regenklamotten anziehen. Vor uns hatten sich Regenwolken zusammengezogen.

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Durch die Mautstelle hinein in den Tunnel und auf der anderen Seite heraus – wunderbar! Wer begrüßte uns? Natürlich, der Regen! Allerdings war es nur ein leichter Regen, der immer wieder unterbrochen wurde, so dass wir auch trockene Abschnitte hatten. Vor Mittersill ließ der Regen nach und wir konnten ungetrübt über die B 165 Richtung Zillertal fahren. Und dann lag er vor uns, der Gerlos-Pass.

Michael voraus, kurz vor der Pass-Auffahrt biegt er rechts ab und wir folgen. Allerdings ist schnell klar, das ist nicht die neue, flott zu fahrende Pass-Straße, sondern die alte Gerlos-Bundesstraße. Damit umfuhr er den Parkplatz an den Krimmler Wasserfällen, den wir zunächst als Pausenstation auserkoren hatten.

Aber, auch diese Strecke hatte ihre Reize, auch -oder gerade weil- unterwegs einfach Kühe auf der Straße herumstanden. Weiter oben wieder auf der neuen Pass-Straße angekommen, ging es in flotter, das Bikerherz höher schlagen lassender Fahrt hinunter ins Zillertal. In Zell (am Ziller) kehrten wir zur zweiten Tagespause in ein Restaurant-Cafe ein, um uns wieder einmal zu stärken. Im Nebenraum grölten holländische Touristen. Holland (oder die Niederlande) war(en) gerade dabei, in Südafrika gegen Japan zu gewinnen.

Nach einer heißen Suppe ging es weiter, die letzte Etappe lag vor uns. In Fügen ein letzter Tank-Stopp und weiter, im inzwischen wieder heftigen Regen, Richtung Achenpass. Auf der Passhöhe entscheidet sich Michael, nicht durch das Tegernseer-Tal, sondern über Bad Tölz zu fahren, um auf die Autobahn zu kommen. Die Fahrt nach Bad Tölz, vorbei und über den Sylvenstein-Stausee, war so richtig zum Abgewöhnen. Strömender Regen forderte unsere Fahrkünste nochmals kräftig heraus. In Bad Tölz kurze Absprache, nicht noch einmal eine Pause einzulegen. Allgemeiner Tenor: Jetzt nicht nochmals aus den nassen Klamotten raus. Also geht es weiter nach Holzkirchen, vorbei am „Italiener-Bistro“, in welchem wir eine Woche zuvor so gut gefrühstückt hatten. Auf die A 8 und ab in Richtung München. Bei Erreichen der Stadtgrenze von München hörte es auf zu regnen. So kommen wir um 17:30 am Ostbahnhof in München an.

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Erst einmal die Moppeds abstellen und hinüber in die Bahnhofsgastronomie. Heißer Kaffee und Tee, das war es, was wir jetzt brauchten. Inzwischen waren alle eingetroffen. Überraschend standen die Wagen zum Transport der Fahrzeuge schon früh bereit und wir konnten die Moppeds versorgen. Danach Treffpunkt auf dem Bahnsteig. Dort wurde erst einmal ein Steh-Imbiss veranstaltet, schließlich hatten wir nach dieser Tagestour, bei der wir außer einer Suppe in Zell, noch nichts gegessen hatten, einen respektablen Hunger. Jede(r) trug etwas zu dieser Mahlzeit bei. Es war zwar kein fürstliches Mahl – aber zünftig war es auf jeden Fall.

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Nachdem die Wagen für uns bereit gestellt waren, begann der allseits bekannte Ablauf. Einsteigen, Abteil herrichten, Übergang zum gemütlichen Teil. 23:00: Fertig zur Nachtruhe. Wir sind unterwegs nach Hamburg!

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Ankunft um 8:30 am Sonntag-Morgen. Moppeds abholen um 9:15, Sammeln zur individuellen Verabschiedung, auf das Mopped und nach Hause. Eine erlebnisreiche Tour war zu Ende.

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